Pflanzenportrait: Hagebutte

Maria Czechowski | Kräuterkäthchen

Die Hagebutte im Portrait

Im Herbst können wir die Früchte der einheimischen Wildrose, der Hundsrose ernten. Gerade vor dem Winter ist es wichtig den Körper noch einmal zu stärken. Die Hagebutten enhalten fünfundzwanzig mal mehr Vitamin C als Orangen, also ein absolutes regionales Superfood. Selbst beim Erhitzen der Früchte bleibt das Vitamin C noch erhalten. Das liegt an den enthaltenen Gerbstoffen, diese wirken als Antioxidantien und stabilisieren die Ascorbinsäure. Darum ist eine Tasse Hagebuttentee super gesund und schmeckt auch noch gut.

An den Kernen befinden sich feine Härchen, die beim Schlucken ein Kratzen im Hals verursachen können. Bevor man den Tee trinkt, ist es am besten diesen mit einem Kaffee- oder Teefilter abzuseihen.

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Zutaten:

Die roten Früchte können zu einer Marmelde oder Sirup verarbeitet werden. Aber auch für herzhafte Speisen wie Ketchup oder Pastasoßen eignen sie sich gut.

Ja okay, es ist schon sehr aufwendig die Hagebutten zu entkernen und gehört absolut in die Kategorie „meditative Arbeiten“. Wenn man sich schon die Mühe macht, lohnt es sich die Kerne weiter zu verarbeiten. Ein heißer Aufguss aus den Kernen wird traditionell bei Blasen- und Nierenleiden eingesetzt. Das in den Kernen enthaltene Vanillin sorgt für einen vanilleartigen Geschmack.

Einfacher ist es die Früchte für 10 min köcheln zu lassen und anschließend, mit einem Sieb oder mit der Flotten Lotte das Mus von den Kernen zu trennen.

Jetzt kannst du das Mus zu einer Marmelade verarbeiten, oder wie ich, eine frische fruchtige Nudelsoße daraus zaubern.

Für den Sirup brauchst du:
  • 400g Hagebutten
  • 400ml Wasser
  • eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe
  • 80ml Sahne
  • Salz, Pfeffer, Dost, Bohnenkraut nach Geschmack

Anleitung:

Und so geht es:

  1. Die Früchte, wie oben beschrieben, kochen und anschließend durch ein Sieb passieren, damit die Kerne aussortiert werden.

  2. Zwiebel und Knoblauch klein schneiden und in Öl anbraten. Das Mus zusammen mit der Sahne dazugeben und nun mit den Gewürzen abschmecken.

    Bon appétit!

Bon appétit!

Hier findest du eine kleine Übersicht über 18 essbare Wildfrüchte im Herbst.
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