Pflanzenportrait: Vogelmiere

Vogelmiere in der Heilkunde

Vogelmiere - starke Schönheit

Diese zarte Pflanze gehört zu meinen absoluten Kräuterlieblingen. Es lohnt sich die winzigen Blüten genauer unter die Lupe zu nehmen, denn sie fallen kaum auf, sind aber dennoch wunderschön. Anzutreffen ist sie fast das ganze Jahr, selbst unter einer Schneedecke wächst sie weiter. Meist überzieht sie den Boden wie ein Teppich. Sie schaut zwar sehr zart aus, doch in ihr steckt eine Menge Lebenskraft. Sie ist ein guter Vitaminspender, dabei übertrifft sie mit ihren Vitamin C-Werten viele Kulturgemüsesorten, wie zum Beispiel die des Grünkohls. Sie liefert uns als erste Pflanze im Jahr wertvolle Inhaltsstoffe und gehört zu der Pflanzenfamilie der Nelkengewächse. So wie viele Vertreter dieser Pflanzen enthält die Vogelmiere vor allem Saponine. Diese wirken harntreibend, schleimlösend und verdauungsfördernd. In der Küche glänzt sie mit ungeahnten Möglichkeiten. Bei Vögeln, vor allem bei Hühner, ist sie sehr beliebt und eine echte Delikatesse. Daher stammt wohl auch ihr Name sowie ihre vielen anderen Namensgebungen.

Steckbrief:

  • Familie – Nelkengewächs (Caryophyllaceae)
  • Namen – Hühnermiere, Sternmiere, Mausdarm, Hühnerdarm
  • Boden – feuchter Boden
  • Standort – sonnig, Wiesen, Wegränder, Weiden
  • Beschreibung – Höhe bis 40 cm, der Stängel ist dünn, die Blätter sind kurz und eiförmig, die Blüten weiß und nur wenige Millimeter groß.
    Ein gutes Erkennungsmerkmal ist die einseitige Haarleiste am Stängel. Wenn man den Stängel knickt, kommt ein dehnbarer Strang zum Vorschein, der sogenannte „Hühnerdarm“, daher auch der Name im Volksmund.
  • Blütezeit – März bis November
  • Sammelzeit – gesamte Vegetationszeit
  • verwendete Teile – das ganze Kraut
  • Inhaltsstoffe – Saponine, Vitamine, Mineralstoffe – Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen, Kupfer, Zink sowie Gerbstoffe und ätherische Öle
  • Eigenschaften – harntreibend, schleimlösend, verdauungsfördernd, stoffwechselanregend, entzündungshemmend, blutreingend, wundheilend

Anleitung:

  • Geschmack – junger Mais oder auch junge Erbsen, sie wird niemals bitter
  • in der Küche – frisch auf das Brot, Salat, Suppe, Smoothies, Spinatersatz, Pesto und grüne Soße
  • in der Naturapotheke – innerlich: zum Anregen des Stoffwechsels im Frühjahr, soll den Cholesterinspiegel senken und bei hartnäckigem, verschleimtem Husten helfen (Tee, Tinktur); äußerlich: kann bei Juckreiz, Verbrennungen, Wunden, Geschwüren und entzündeten Augen helfen (Salbe, Ölauszug, Umschläge)

Tipp!

Hier findest du eine kleine Übersicht über 18 essbare Wildfrüchte im Herbst.
Hast du Lust auf eine Kräuterwanderung? Schau gerne mal bei meinen aktuellen Terminen vorbei oder kontaktiere mich.

Wichtiger Hinweis

Bei diesem Steckbrief handelt es sich um eine Informationssammlung über die Verwendungsmöglichkeiten von Kräutern. Die Angaben wurden sorgfältig recherchiert und zusammengestellt, erfolgen jedoch ohne Gewähr. Die obenstehenden Informationen können einen Arztbesuch nicht ersetzen! Eine Selbstmedikation mit Kräutern muss ärztlich abgeklärt werden, insbesondere wegen etwaigen Wechselwirkungen mit eingenommenen Arzneimitteln. Ich, Maria Czechowski, übernehme als Autorin keine Haftung für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus der praktischen Umsetzung der enthaltenen Angaben entstehen.

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Vogelmiere im Frühjahr
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Kräuterkäthchen | Maria Czechowski | Kräuterpädagogin aus Potsdam